Interview Local Heroes

Das musikalische Universum von Pauli Urban

9. Januar 2017

 

Die Haustür öffnet sich und localINtown taucht ein in das wunderbare musikalische Universum von Paulina Urban. Die junge Ingolstädter Sängerin, die von allen nur Pauli genannt wird, hat den Soul in der Stimme und den Rhythmus im Herzen. Doch neben ihrer Leidenschaft für Musik gibt es auch einen Alltag zu bewäligen. Die 17-jährige muss sich auf die anstehenden Abiprüfungen vorbereiten und arbeitet zusätzlich im „Golden“, um ein bisschen Geld für ihren Traum zu verdienen… eine Reise nach Asien! Ein musikalisch geprägtes Gespräch…

 

localINtown: Wie bist du zum Singen gekommen?

Pauli: Das ist eine gute Frage. Ich habe eigentlich schon immer viel gesungen, aber so richtig hat es mit 12 oder 13 angefangen, also relativ spät. Als mein Bruder angefangen hat Klavier zu spielen, habe ich es mir zur gleichen Zeit auch selbst beigebracht. Irgendwie bin ich dann dazu gekommen mich beim Singen selbst zu begleiten, was ich jetzt auch immernoch mache. Dann habe ich recht schnell die Jungs meiner ersten Band kennengelernt und wir haben „Curly“ gegründet. Mit der Zeit hat es sich in Ingolstadt immer besser entwickelt und hier geht nun auch musikalisch ein bisschen mehr. Vor ein paar Monaten habe ich mich mit dem Duo „The Komets“ zusammengetan und wir haben „Pauli and The Komets“ als weitere Band gegründet. Das kommt hier ziemlich gut an und wir hatten schon einige Auftritte.

Was bedeutet es für dich zu singen?

Wer mich kennt, der weiß, dass ich einfach immer singe… im Auto, in der Schule… immer. Singen ist wirklich mein Leben und ich könnte es mir ohne einfach nicht vorstellen. Wenn ich nach der Schule Heim komme, dann setze ich mich oft ans Klavier, singe ein bisschen und dann geht es mir wieder gut und ich kann weiter in den Tag starten.

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Spielst du auch noch andere Instrumente?

Ich spiele seit der zweiten Klasse auch Querflöte und werde darin auch mein Abitur im Fach Musik machen. Singen und Klavierspielen ist für mich jedoch ungezwungener, weil ich da keine Vorgaben habe, was Stücke und Timing angeht. Mein fester Vorsatz für nach dem Abi ist es Gitarre zu lernen. Und Saxofon würde ich auch noch gerne spielen können, aber erstmal Gitarre.

Gibt es eine bestimmte Musikrichtung, die dir am besten gefällt?

Es gibt einen Unterschied zwischen dem was ich gerne singe und dem, was ich gerne höre. Singen tue ich am liebsten Soul, Jazz und klar auch Pop… es gibt ja auch gute Popmusik und nicht nur das was im Radio läuft. Hören tue ich wahnsinnig gerne Funk und Blues. Womit ich mich nicht so wirklich beschäftige ist Rock oder ähnliches. Das ist einfach nicht so meins.

Hast du ein musikalisches Vorbild?

Alicia Keys finde ich wahnsinnig stark als Sängerin und auch Jessie J. Sie ist wirklich wahnsinnig gut was Technik angeht. Ich habe sie schon live bei einem Konzert in München gesehen und auch da ist sich unglaublich… ich weiß echt nicht wie sie das macht! Das sind die zwei Sängerinnen, die mich am meisten beeindrucken, wobei ich nicht das Ziel habe sie nachzumachen und so zu singen wie sie.

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Schreibst du auch selbst Songs?

Ja, das macht mir total Spaß. Ich mache dann immer Brainstorming auf Papierfetzen und schreibe Wörter auf die gut zusammenpassen. Nach und nach wird dann daraus eine runde Sache. Meistens habe ich vorher schon eine grobe Melodie im Kopf und entwickle den Text dann dazu oder die Melodie entwickeln andere und ich dazu den Text. So war es bei dem Song „June“ von Krawanesia und mir. Ich höre den Song echt gerne… der erinnert einfach so an Sommer! Das Musikvideo haben übrigens zwei Bandmitglieder von „Curly“ gedreht, die beide Medientechnik studieren.

Du stehst kurz vor dem Abi… was hast du danach vor?

Erstmal möchte ich ein Jahr Pause machen. Ich möchte arbeiten und Geld verdienen und dann durch Asien reisen. Bali, Indonesien, Thailand… da zieht es mich hin und vielleicht von Bali noch weiter nach Australien. Das ist so der grobe Plan.

Und dann…?

Dann möchte auf jeden Fall studieren, aber ich habe mich noch nicht auf etwas Bestimmtes festgelegt. In der Schule interessiert mich Deutsch und Sprachen generell, aber Germanistik ist mir glaube ich zu trocken. Ich habe auch an Lehramt gedacht, aber da weiß ich nicht genau welche Fächerkombination passen würde. Vor Kurzem bin ich auf den Studiengang Jazz- und Popularmusik gestoßen. Der wird in Leipzig angeboten und ist momentan mein Favorit, aber die Frage ist dann natürlich auch, was man nach dem Studium damit anfangen kann. Also einen ganz konkreten Plan habe ich wie man sieht noch nicht.

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Wie kann man sich deinen Alltag vorstellen?

Ich habe immer recht viel zu tun. In der Schule bin ich noch im Orchester und im Chor, deshalb bin ich 3-4 Mal die Woche bis spät dort. Bandproben finden meistens am Wochenende statt, wobei das mit „Curly“ gerade etwas schwieriger ist, weil wir alle ziemlich verstreut sind. Ja, und dann spiele ich auch noch Tennis. Es ist schon viel, aber ich mag es, sonst würde ich es auch nicht machen. Wenn ich mal nichts zu tun habe, dann langweilt es mich schon fast.

Hast du in Ingolstadt einen Lieblingsplatz?

Ja… bei der Staustufe! Den Platz nennen wahrscheinlich alle, aber es ist für mich einfach wirklich der schönste Platz. Ich gehe dort oft mit unserem Hund spazieren und bleibe auch jedes Mal dort sitzen. Man kann auf die Vogelinsel schauen und wenn die Sonne scheint und vor den Augen untergeht ist es einfach traumhaft.

 

Vielen Dank liebe Pauli für diesen Einblick in dein Universum! localINtown wünscht dir ganz viel Erfolg für die Zukunft und hofft deine Stimme bald auf allen Radiosendern zu hören!

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