Bars, Cafés & Co. INtown Local Heroes Shortstory

Dropbar – Bikes & Coffee: Neues Fahrradcafé in Ingolstadt

2. Februar 2017
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Dropbar – Bikes & Coffee
Am Bachl 21
85049 Ingolstadt

Mo – Fr :10 bis 18 Uhr
Sa 10 bis 16 Uhr

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Am Samstag den 04.02.2017 eröffnet Ingolstadts erstes Fahrradcafé! Im Dropbar soll ein neuer Treffpunkt für Fahrradliebhaber entstehen. Harald Kinzel (31) und Natalja Grünemayer (30) legen besonders auf Qualität, Individualtät und gute Beratung viel wert und haben in den vergangenen zwei Monaten jede freie Minute genutzt, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei wurde auch vor der einen oder anderen Nachtschicht nicht zurückgeschreckt. LocalINtown hat die beiden kurz vor der Eröffnung besucht. Wer Lust hat es uns gleich zu tun, kann am Samstag ab 10 Uhr im Laden vorbeischauen… Special Deal: jedes Getränk wird nur 1€ kosten.

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Was erwartet die Ingolstädter? Welche Philosophie steckt hinter eurem Laden?

Harald: Wir hoffen die momentan existierende Lücke für Fahrradliebhaber schließen zu können, indem wir besondere Stücke anbieten und keine 0815-Teile. Wir möchten das Aufblühen der Fahrradkultur unterstützen, indem wir hochwertige und individuelle Produkte und Bikes anbieten. Bei uns kann alles angepasst und ausgetauscht werden, damit der Kunde am Ende mit einem Lieblingsstück nach Hause geht. Die Resonanz ist bisher sehr gut und wir haben schon die ersten Kunden, obwohl wir noch gar nicht geöffnet haben. das ist wirklich unfassbar.
Natalja: Wir sind gespannt wie es ab Samstag aussieht und hoffen, dass viele Leute uns besuchen werden.

Was versteckt sich hinter dem Namen „Dropbar“?

Harald: Dropbar ist der englische Begriff für Rennlenker und da wir hauptsächlich doch eher sportliche Räder verkaufen wollen, passte das dann ganz gut.

Habt ihr Euch mit Dropbar beide gleichzeitig in die Selbstständigkeit gewagt?

Natalja: Nicht ganz, ich arbeite weiterhin 25 Stunden bei meinem vorherigen Arbeitgeber, einem Textildruckunternehmen hier in Ingolstadt. Deshalb werde ich dann immer nur nachmittags hier sein und Harald hauptsächlich beim Café unterstützen.
Harald: Ich bin momentan offiziell noch angestellt, hatte aber letzte Woche meinen letzten Arbeitstag bei Bertrandt in Gaimersheim. Ich habe da die letzten fünf Jahre als Konstrukteur gearbeitet, hatte aber immer den Traum etwas Eigenes aufzubauen und jetzt geht es endlich los! Die letzten Monate waren schon wirklich heftig, weil ich beides parallel gemacht habe. Ich bin immer möglichst früh zur Arbeit, damit ich auch früh im Laden sein konnte, um hier alles fertig zu machen. Aber man weiß ja, wofür man es macht!

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Die Kaffeebar und der Reparaturbereich sind bereit für viele Gäste samt Fahrrädern

Warum der Schritt von der Automobilindustrie zum Fahrradcafé?

Natalja: Es ist einfach schon immer seine größte Leidenschaft gewesen.
Harald: Das versteht glaube ich nicht jeder. Nach dem Studium wollte ich eigentlich schon etwas mit Fahrrädern machen und ich habe auch in einem Fahrradladen gearbeitet, aber in dem Bereich als Maschinenbauer einen Job zu bekommen ist wirklich schwer, deshalb habe ich mich erst einmal auf den Automobilbereich konzentriert. Durch die ganze Dieselsache hat sich aber doch etwas in der Branche getan und die Scheinsicherheit, die man vorher hatte, war auf einmal weg. Selbstständigkeit war für mich schon immer eine Option und dieses Gefühl, wenn ein Kunde zufrieden und happy aus dem Laden rausgeht und man ihm helfen konnte, das ist für mich einfach das Schönste. Dieser Laden ist wirklich ein Stück Selbstverwirklichung und ich denke die Zeiten waren dafür jetzt auch ganz gut.

Wieso habt ihr euch entschieden einen Cafébereich zu integrieren.

Natalja: Wir haben uns von Roadtrips inspirieren lassen. Wir waren vor zwei Jahren in Berlin und haben da den Standert Shop besucht. Die haben da so alte Backsteinwände und es sieht wirklich hammer aus.
Harald: Da saßen dann auch Fahrrad-Cops im Fixie-Laden und haben Kaffee getrunken. Das war echt cool und man fühlte sich in dem Laden einfach sofort wohl. Dadurch, dass du dich da entspannt hinsetzen und einen Kaffee trinken kannst, fühlst du dich nicht bedrängt und hast auch nicht das Gefühl, dass du da jetzt sofort etwas kaufen musst.
Natalja: Letztes Jahr sind wir auch für sechs Wochen durch Skandinavien gefahren und haben in Oslo zufällig einen richtig geilen Laden entdeckt. Oslovelo hieß der und das war wie ein Wink vom Universum.

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Die Stimmung ist gut und schon vor der offiziellen Eröffnung gibt es schon die ersten Aufträge

Harald, wie viele Fahrräder besitzt du als absoluter Liebhaber?

Momentan leider nur noch drei, weil ich die drei anderen für den Laden verkauft habe. Die Finanzierung ist als Existenzgründer echt ein schwieriges Thema. Man bekommt keine Kredite, weil man den Banken angeblich zu wenig Sicherheiten bieten kann und es wird auch nicht verstanden, warum man einen guten Job hinschmeißt, um sein eigenes Geschäft aufzumachen, bei dem man zu Beginn weniger verdient. Naja und dann haben wir einfach alles selbst finanziert und für den Traum dann auch einiges verkauft.

Was war bisher die größte Herausforderung?

Harald: Abgesehen von der Finanzierung… Also ich würde sagen, der Punkt, dass wir alles selbst gemacht haben. Die Theke, die Werkbank, die Tische, die Bänke… das haben wir alles selbst gebaut und da saß uns jetzt natürlich die Zeit bis zur Eröffnung echt im Nacken. Wir haben kein Auto und der Transport der ganzen Materialien hat gerade auch bei den Wetterverhältnissen echt geschlaucht.
Natalja: Vieles hatten wir auch bisher noch nie vorher gemacht. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben und jetzt sind wir wirklich stolz auf das, was wir geschafft haben.

 

Da könnt ihr auch stolz sein! localINtown wünscht euch alles alles Gute für den Start und bedankt sich für das Gespräch und den leckeren District-Five-Kaffee! Und mit den Bikes kommen wir auf jeden Fall demnächst bei euch vorbei…

pfeil5

 

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